Salzraumtherapie

Was ist eine Salzraumtherapie?

Die Salzraumtherapie ist die Behandlung in einem speziellen Salzraum, in dem der Patient Salzaerosol einatmet. 

Gründliche klinische Untersuchungen bestätigen, dass das Natursalzaerosol die Abwehrreaktion der Atemwege stimuliert, den Bronchialschleim löst und dessen Ausscheidung fördert. Zudem steigt die Immunkompetenz und das Vorkommen von Schleimhautentzündungen wird gemindert. 

Wobei hilft die Salzraumtherapie?


Atemwegserkrankungen

Atemwegsinfektionen bei Pferden führen nicht selten 
zu einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung, dem equinen Asthma.
Deutliche Symptome für die Besitzer sind schnelles Ermüden, Husten während der Bewegung oder der Fütterung sowie die deutliche Bauchatmung.

Hauterkrankungen

Durch das Salz auf der Haut werden Bakterien abgetötet. 
In der Humanmedizin wird diese Therapie erfolgreich bei Hauterkrankungen eingesetzt. Bereits 10 bis 20 Minuten nach Beginn einer Therapie verringert sich das Vorkommen von Mikroorganismen auf ein kaum nachweisbares Niveau. Das Salzaerosol hat eine regenerierende und säubernde Wirkung auf Haut und Haare. Es stimuliert die Ionenkanäle der Hautzellen, verstärkt ihre elektrophysiologische Aktivität und damit den Schutzmechanismus der einzelnen Hautschichten.

Wie funktioniert die Salzraumtherapie?


Die Behandlung erfolgt in einem speziellen Salzraum, in dem der Patient Salzaerosol einatmet. Dieses entsteht, indem trockener Salzstaub mit Hilfe eines Generators gewonnen und in dem Raum ausgeschüttet wird. Es wird ein Klima mit einer Salzkonzentration 
von 0,5 - 12 mg/m³ Luft erzeugt, was einer Erhöhung um das fünf- bis achtfache gegenüber dem normalen Wert in der Umwelt entspricht.

Das auf 1 – 5 µm verdünnte Natursalz wird von dem Patienten eingeatmet 
und legt sich auf dessen Schleimhäute. 

Dadurch verbessern sich die Eigenschaften des Bronchialschleims, der durch die zusätzliche Stimulierung der Zilien (Flimmerhärrchen), die sich in den Atemwegen befinden, leichter ausgehustet wird. Zudem reduziert es Bakterien und Pilze, wodurch sich die Zusammensetzung der Mikroorganismen der Lunge normalisiert.

Die Inhaltsstoffe des Salzes (neben Natriumchlorid sind dies Kalzium, Magnesium, Zink, Jod, Kalium, Brom und Fluor) werden über die Schleimhäute aufgenommen und haben einen positiven Effekt auf das Immunsystem. Es kommt zur Zunahme der alveolaren Makrophagen - Zellen, die Staubpartikel, Allergene und Mikroorganismen aufnehmen und abbauen. Sie übernehmen die Immunabwehr des Lungengewebes gegenüber Fremdpartikeln und fördern daher den Rückgang der Atemwegsentzündung.

,,Der Salzraum verbessert die Gesundheit und das Wohlbefinden Ihres Pferdes."

Ablauf der Therapie

Die Therapie erfolgt in einem speziell dafür gebauten Raum. Die Pferde werden einzeln oder zu zweit eingestallt. Je nach Bedarf dauert eine Therapie 30 bis 40 Minuten, bei der die Patientenbesitzer dabei sein können. Es ist sinnvoll, die Pferde anschließend leicht arbeiten zu lassen. Zur Initialbehandlung ist eine Therapie von 10 Tagen mit einer Behandlungseinheit pro Tag vorgesehen. Weitere Therapien zur Aufrechterhaltung der Lungenfunktion sind je nach Krankheitszustand zu erwägen.

,,Heileffekt von natürlichem Steinsalzaerosol und entsprechendem Mikroklima für die Atemwege und den ganzen Körper Ihres Pferdes."

Nach der Behandlung 

Häufig löst sich der Bronchialschleim bei den Pferden bereits direkt oder im Anschluss an die Inhalation in der Salzkammer.

Pferd vor und nach der Behandlung mit der Salzraumtherapie

Vor der Behandlung

Dieses Pferd zeigt eine sehr deutliche Bauchatmung mit einer erhöhten Atemfrequenz.
Dieses Symptom entsteht daraus, dass aufgrund der erhöhten Dyskrinie (Schleimbildung) und des Bronchospasmus die inspirierte Luft nicht vollständig exspiriert wird, die Lunge dehnt sich aus. Dem Pferd ist es nicht mehr möglich mit der normalen "Lungenatmung" die Luft aus der Lunge zu drücken und nutzt zur Unterstützung die Bauchmuskulatur. 

Nach der Behandlung

Die Bauchatmung hat sich deutlich gebessert. 
Die Atemfrequenz ist physiologisch/normal. 

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Vor der Behandlung

Die deutlich geblähten Nüstern sind ebenfalls ein Anzeichen erschwerter Atmung bis hin zu Atemnot.

Vor der Behandlung

Die weißen Linien, die hier am Pferd angezeichnet sind, geben die Größe des Lungenfeldes an:

  • obere Linie: bis zu diesem Rand verläuft die Lunge im Regelfall (ermittelt durch Knochenpunkte, an denen man sich orientiert)
  • untere Linie: bei diesem Pferd hat sich die Lunge soweit ausgedehnt wie hier im Bild zu sehen (ermittelt durch Perkussion)

Nach der Behandlung

Die Ausdehnung der Lunge nähert sich fast dem normalen Verlauf.

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